Mario Schnurr gewinnt seinen 10. Europameistertitel

Kraftdreikampf: Lautenbacher kämpft sich souverän zu Gold

Auch in diesem Jahr fanden die Europameisterschaften im Kraftdreikampf der Masters im tschechischen Pilsen statt. Mario Schnurr vom KSV Renchtal ging in der Altersklasse II (50-59 Jahre) in der Gewichtsklasse bis 93 kg an die Hantel und verteidigte erneut seinen Titel.

Mit der Hantelkniebeuge eröffnete der Lautenbacher seinen Wettkampf. Für den Erstversuch wählte er solide 245 kg und brachte diese sicher in die Wertung. Im zweiten Durchgang machte Schnurr dann einen größeren Sprung auf ganze 262,5 kg. Auch diese Hantellast beugte er locker, jedoch entschied das Kampfgericht aufgrund eines Technikfehlers 2:1 gegen ihn. Davon unbeeindruckt steigerte Schnurr weiter auf 272,5 kg und schob auch diesen Eisenberg nach oben. Aber auch hier mahnte das Kampfgericht die Tiefe an und entschied erneut 2:1 gegen ihn. Damit gingen lediglich 245 kg in die Wertung, mit denen Schnurr leider keine Einzelmedaille holte.

Im Bankdrücken stieg der Lautenbacher bereits in seinem Anfangsversuch mit 185 kg ein und setzte sich hierbei sofort an die Spitze dieser Disziplin. Im zweiten Versuch schob Mario Schnurr weitere 192,5 kg und baute seine Führung aus. Die geforderten 195 kg im Drittversuch waren leider etwas zu schwer an diesem Tag. Im Bankdrücken gewann Schnurr somit Einzelgold.

Zum Abschluss hieß es im Kreuzheben Angriff auf Einzelgold sowie Gesamttitelsicherung. Die Einstiegslast von 260 kg zog Mario Schnurr sicher zur Hochstrecke und zeigte damit erneut, dass der Weg zum Europameistertitel nur über ihn führte. Im zweiten Versuch wählte er 272,5 kg. Beim Ziehen dieses Versuchs rutschte er jedoch im letzten Moment mit dem Fuß zur Seite und machte einen technischen „Wackler“ was den Versuch ungültig machte. Im letzten Durchgang ließ der Lautenbacher dann 277,5 kg auflegen um das Einzelgold im Kreuzheben für sich zu entscheiden. Dieses Gelang ihm dann mit Bravour. Im Total erreichte Mario Schnurr solide 715 kg, was sicherlich unter seinen Möglichkeiten war, jedoch mit 30 kg Vorsprung zum 2.Platzierten dennoch ein deutlicher Sieg und den nun schon 10. Europameistertitel für ihn bedeuteten. Silber ging an den Finnen Harri Hagfors mit 685 kg gefolgt vom Schweden Lars Hoglander ebenfalls mit 685 kg.